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Jahresbericht 200916.03.2010 08:47

Verantwortung ist der Schlüsselbegriff
für die Zukunft der Welt“
Kofi Annan, ehem. UNO Generalsekretär




Jahresbericht 2009

Im nachstehenden Jahresbericht nehmen wir einmal mehr die Gelegenheit wahr, auf unsere Tätigkeit im vergangenen Jahr zurückzuschauen und über das Erreichte Rechenschaft abzulegen. Rückblickend können wir uns über Gelungenes freuen, aber auch versuchen, weniger erfolgreiches in Zukunft zu verbessern!

Nach intensiven Vorarbeiten hat die Arbeitsgruppe der Gemeinde – in welcher auch die Spiezer Agenda 21 mitarbeitete, das Projekt „Neuorganisation Ortsmarketing“ verabschiedet. Nachdem Anfang Jahr alle beteiligten Organisationen an einer a.o. Hauptversammlung dem Vorgehen zustimm-ten und später auch der GGR „grünes Licht“ gab, stand der Gründung der „Spiez Marketing AG“ nichts mehr im Wege!
Die designierten Verwaltungsräte, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde, des Tourismus und des Gewerbes, bestimmten das Jahr 2010 als „Übergangsjahr“. Erfreut nahmen wir zur Kenntnis, dass wir damit zu den gleichen Bedingungen weiterarbeiten konnten wie bisher, was bedeu-tete, dass auch die Führung der Koordinationsstelle für ein weiteres Jahr gesichert war.
In den nächsten Schritten wird es darum gehen, mit der „Spiez Marketing AG“ einen Vertrag für die Jahre ab 2011 über den Betrieb des DorfHus auszuhandeln und die Leistungen der Spiezer Agenda 21 in Bezug auf die Nachhaltige Entwicklung zu definiert.
Wir sind optimistisch, dass mit der Neuorganisation eine bessere Vernetzung auch unserer Projekte möglich sein wird und das DorfHus seine Stellung als Begegnungsort in der Gemeinde noch festigen kann!

Denn das DorfHus, zentral gelegen und gut eingerichtet, bietet sich allen Kreisen der Bevölkerung als idealer Ort für die verschiedensten Aktivitäten und Anlässe an.
Neben den normalen Öffnungszeiten des Bistro KafiSatz - mit Mittagstisch, Crèpes-Abend und „Samschtigkafi“ - wird das schöne und gemütliche Bistro gerne genutzt für Apéro’s, Familienfeste, für Vereinsanlässe oder kulturelle Angebote. Die Räume im ersten Stock eignen sich sehr gut für Sitzun-gen und Kurse und erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit. Ende Jahr ist auch die kirchliche Jugendarbeit nach einem Unterbruch wieder eingezogen. Nicht zu vergessen die Werkräume in der HandWerkStatt, die bestens geeignet sind für allerlei Handwerkliches und ebenfalls gemietet werden können.

Soweit so gut. Zwar stellen wir mit Genugtuung fest, dass das Mieten der verschiedenen Räume einem Bedürfnis entspricht und auch entsprechend genutzt wird. Was leider im vergangenen Jahr nicht ganz unseren Erwartungen entsprach, ist der Besuch des Bistros während den ordentlichen Öffnungszeiten. Trotz der guten Angebote schwankt die Besucherzahl sehr stark und dürfte ruhig im Durchschnitt et-was höher ausfallen! Mit der Anpassung der Öffnungszeiten wurde diesem Umstand nun vorerst Rechnung getragen.
Auch das Bistroteam musste im vergangenen Jahr einige Wechsel verkraften, was die Führung des komplexen Betriebes nicht einfacher machte. Positiv ist zu werten, dass neben den bezahlten Mitarbei-tenden eine erneut gewachsene Gruppe von Freiwilligen für die Mitarbeit im Bistro zur Verfügung steht. Herzlichen Dank!
Mit viel Elan und immer wieder neuen und guten Ideen bemüht sich die DorfHusleitung, optimale Rahmenbedingungen und ein ansprechendes Angebot für Gäste und NutzerInnen bereit zu stellen.

Das Philokafi – seit Jahren zum festen Jahresprogramm gehörend – hat mit verschiedenen Themen - einmal pro Monat an einem Sonntagmorgen - eine wechselnde Gruppe Interessierter zum Diskutieren und Philosophieren im DorfHus angeregt.

Interessantes, Wissenswertes und Überraschendes erfuhren die Anwesenden an einem interkulturel-len Essen über Kalifornien, der Heimat von Jeff Forny-Zuber. Nach vielen Jahren in Amerika hat sich die Familie der Spiezerin vor kurzem wieder hier nieder gelassen. Einen Abend lang erfreuten sie nun die Gäste im DorfHus mit kulinarischem und bildlichem aus ihrer „alten Heimat“.

Das Projekt „Ideenschmiede“ besticht bereits im ersten Jahr seines Bestehens mit aussergewöhnli-chen Ideen und engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. In einer offenen und jeweils im Spie-zInfo ausgeschriebenen Runde werden Vorschläge eingebracht, diskutiert und wenn möglich weiter-verfolgt. Erste Ideen sind bereits umgesetzt. So treffen sich auf Initiative eines Teilnehmers wöchent-lich 15-20 Personen zum Pétanque-spielen vor der Kirche!
Zudem sind verschiedene Projektideen im Bereich Energie in Abklärung.
Dass die Ideenschmiede das erste Gemeinschaftsprojekt der Spiezer Agenda 21 und SpiezAktiv ist, erfreut besonders!

Aktiv war auch die Arbeitsgruppe Natur und Landschaft. Anhand von praktischen Beispielen brachte sie der interessierten Bevölkerung das Thema Siedlungsökologie näher. So konnte an einer abendlichen Exkursion das Leben der Nachtfalter kennen gelernt werden und bei zwei Gartenführun-gen wurde die Schönheit und die Vielfalt von Naturgärten sicht- und fühlbar.
Im Herbst zeigte R. Wymann im Krankenheimgarten, wie Gärten naturnah eingewintert werden und wie mit einfachen Mitteln „Winterquartiere“ für verschiedene Tiere zu schaffen sind. Zusammen mit pro Natura war die Arbeitsgruppe am Krankenhausmärit mit dem Thema „Reptilien“ anwesend und fand damit besonders bei den Kindern interessierte Zuschauer. Das Resultat des breit angelegten Fo-towettbewerbes zu einheimischen Planzen und Tieren konnte anlässlich der WEGA bewundert wer-den.

Weitere Stichworte aus unserer Tätigkeit:
• Anschliessend an die Hauptversammlung lud die Spiezer Agenda 21 zu einem eindrücklichen und nachdenklich stimmenden öffentlichen Klimavortrag von Prof. Christian Pfister, Profes-sor für Wirtschafts- Sozial- und Umweltgeschichte an der Uni Bern ein.
• Einmal mehr konnten wir den Studierenden an der Pädagogischen Hochschule Bern (PH) im Rahmen ihres Moduls „Nachhaltige Entwicklung“ die Tätigkeit der Spiezer Agenda 21 vor-stellen.
• Das sexualpädagogische Projekt MFM wurde in den Schulen wiederum erfolgreich durchge-führt.
• Der von uns angeschaffte Ernährungskoffer wird von der Schule übernommen und kommt so hoffentlich vermehrt zum Einsatz!
• Der Leitfaden „Festorganisation“ erfreut sich grosser Beliebtheit. Die von uns überarbeitete Fassung wird als Neuauflage von der Gemeindeverwaltung gedruckt. Die Spiez Marketing AG plant, die nächste Auflage zu übernehmen und in einer etwas „professionelleren“ Form herauszugeben.
• Andreas Jaun hat wiederum am Spezialprogramm „NE_XTRA“ im Rahmen des Spiezer Film- und Videofestivals teilgenommen.
• Eine Arbeitsgruppe der Spiezer Agenda 21 hat sich eingehend mit der Ortsplanungsrevision befasst und an der Mitwirkung teilgenommen.
• An der Veranstaltung der Alterskommision zur Freiwilligenarbeit konnten wir die Agenda 21 vorstellen und für die Mitarbeit von Freiwilligen „werben“.
• Durch die Nutzung des Agenda-Büros durch die Jugendarbeiterin ist der Arbeitsort des Koor-dinators „flexibel“. Die Erreichbarkeit ist jedoch sichergestellt.


An sieben Vorstandssitzungen haben wir uns intensiv mit den anstehenden Fragen beschäftigt und nach guten Lösungen gesucht. Zusätzlich wurde in unzähligen Arbeitsgruppensitzungen wertvolle Ar-beit für die verschiedenen Projekte geleistet. Für das DorfHus – unser grösstes Projekt - besteht be-kanntlich eine eigene Betriebsleitung, in welcher der Agenda Vorstand ebenfalls vertreten ist.
Der Aufwand für die erfolgreiche Führung und die Koordination der unterschiedlichen Themenberei-che ist nicht zu unterschätzen. Zum Glück können wir neben dem grossen Engagement der freiwillig Tätigen auch auf die wertvolle Mitarbeit unseres Koordinators stützen. Vielen Dank!

Mir ist bewusst, dass Freiwilligenarbeit in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist. Ich möchte mich deshalb ganz herzlich bei allen bedanken, die ihr Wissen und ihre Zeit der Spiezer Agenda 21 immer wieder zur Verfügung stellen. Ganz speziell bedanke ich mich bei meinen Kolle-ginnen und Kollegen aus dem Vorstand, dem Leitungsteam des DorfHus und den Mitwirkenden in den Projekten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Ein ganz grosses Dankeschön geht an das gesamte Bistroteam, an die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer und an die Gäste und Nutzerinnen des DorfHus. Ein Dank gebührt auch der Einwohner-gemeinde Spiez und allen, die die Spiezer Agenda im vergangenen Jahr in irgend einer Form unter-stützt haben.
Gemeinsam tragen wir die Verantwortung für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft unserer schö-nen Gemeinde!

Verena Kauert
Präsidentin






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